Was ist ein DSB?

Bundesdatenschutzgesetz § 4f:
Beauftragter für den Datenschutz (DSB)


"(1) Öffentliche und nicht öffentliche Stellen, die personenbezogene Daten automatisiert erheben, verarbeiten oder nutzen, haben einen Beauftragten für den Datenschutz schriftlich zu bestellen."

Das Gesetz verlangt von ihm die erforderliche Fachkunde und Zuverlässigkeit. Gerade an seine Fachkunde werden hohe Anforderungen gestellt:

  • Er muss die Vorschriften der Datenschutzgesetze des Bundes und der Länder und alle anderen, den Datenschutz betreffenden Rechtsvorschriften anwenden können,
  • er muss über Kenntnisse der betrieblichen Organisation verfügen und die aktuellen IT-Anwendungen verstehen.
  • Von ihm werden didaktische Fähigkeiten, psychologisches Einfühlungsvermögen und Organisationstalent verlangt.
  • Mit Konflikten um seine Position, seine Funktion und Aufgabe muss er in angemessener Art und Weise umgehen können.


Der DSB sollte möglichst viel Erfahrung mit allgemeinen Geschäftsabläufen mitbringen, und nicht allein z.B. ein EDV Spezialist oder Jurist sein. Oft ist es schwer, einen geeigneten Kandidaten im eigenen Betrieb zu finden, weil diese entweder bereits überlastet sind, oder aber sich Interessenskonflikte ergeben. So kann der Leiter der EDV oder die Personalchefin sich schwerlich objektiv selbst überwachen.